Therapie for Dogs e.V. ist dubiosen Hundezüchtern auf der Spur !

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"Jimmy lernt immer mehr..."

20.09.2007
In den letzten Tagen hat Jimmy wieder Fortschritte gemacht. Jeden Tag
wird er etwas sicherer im Umgang mit dem Alltagsleben. In vielen
Dingen orientiert er sich an seinem Hundefreund Oscar, vieles möchte Jimmy nun aber auch selber entdecken.
Ganz besonders viel Spaß hat Jimmy an der Bewegung gefunden. Er läßt
sich von Oscar und auch von seiner Trainerin zum Spielen animieren und
freut sich sehr über frische Luft und Sonnenschein. Auf die
Ausbildungsleine kann seit wenigen Tagen verzichtet werden, da Jimmy
jederzeit auf Zuruf gerne und vertrauensvoll zu seiner Trainerin Bea
kommt. Jimmy baut nun Selbstsicherheit auf, da er völlig ohne Behinderung der Leine den Ausbidlungsplatz erkunden kann.

Wo er noch vor wenigen Wochen voller Panik vor den Menschen flüchtete,
spielt er jetzt vertrauensvoll und schon recht selbstsicher mit den
anderen Hunden und seiner Trainerin.
Gänzlich fremde Menschen sind ihm noch nicht ganz geheuer. Jimmy nimmt
nun an einigen Teilen der Welpenspielstunde teil (siehe Bericht
Welpenschule). Auch wenn er nur auf dem Platz ist und den Unterricht
der anderen Welpen beobachtet lernt er und wird irgendwann verknüpfen,
daß es viele gute Menschen gibt, die ihm nichts Böses wollen.

Es stellt sich während dieser Therapiephase die Frage, ob wir bereits
jetzt über ein geeignetes neues zu Hause für Jimmy nachdenken. Die
neue Familie muß die Bereitschaft mitbringen, die weitere Arbeit
mit Jimmy über die nächsten Monate in unserer Hundeschule zu
begleiten und zusammen mit der Trainerin Bea Jimmy`s Entwicklung zu
festigen. Für Jimmy wäre es eine ideale Voraussetzung, um dann zu
einem späteren Zeitpunkt in eine für ihn fremde Umgebung, aber zu vertrauten Menschen zu ziehen.
Diese Verantwortung Jimmy gegenüber will sehr genau und gut überlegt
sein und bedarf viel Einfühlungsvermögen und Hundeliebe.

Im folgenden Teil können wir Jimmy im freien Toben auf dem Platz
zeigen, mit sichtlichem Spaß am Herumtollen mit seinen Hundefreunden.


Bild 1: Jimmy + Trainer

Jimmy als "Maskottchen" des Trainerteams der Hundeschule Mühbrook!

Bild 2: Jimmy Entdeckung

Jimmy ist nun mutig genug um auf Entdeckungstour zu gehen. Neugierig
erforscht er seine Umgebung und traut sich nun auch in Bereiche, die
er vorher gemieden hat.
Wir freuen uns über Jimmy`s Entwicklung auf dem Weg zu einem normalen
Junghund.

Bild 3: Jimmy freudig + schnell

Voller Elan und mit fliegenden Ohren saust Jimmy  inzwischen über den Platz.
Seine Ohren wehen im Wind und seine langen Beine tragen ihn schnell
zu seiner vertrauten Trainerin. Jimmy ist in den letzten Tagen enorm
gewachsen, er wird ein sehr großer Hund werden der immer viel Bewegung
brauchen wird.

Bild 4: Jimmy im Lauf

Jimmy hat wunderschöne, leichte Bewegungen. Fast unhörbar trabt er
über den Platz - hier hat er schon einen seiner Hundefreunde im Auge
und läuft schnell und zielgerichtet an Bea vorbei. Diese freut sich
einfach nur über "ihren" Jimmy und seine Spielfreude.

Bild 5: Jimmy lebt auf

Hundetrainerin und Hund scheinen über den Platz zu schweben!
Dieser tolle Hund verlangt echte Sportlichkeit - und auch schnelles
Reaktionsvermögen. Während des Spiels kann Jimmy schon mal gegen
seinen Menschen laufen oder vor dessen Füße. Es ist eine schöne Übung
um auch die letzten Berührungsängste zu verarbeiten.

Bild 6: Jimmy sehr offen

Zusammen mit Berner Sennenhund Bonzo tobt Jimmy weiter. Sobald einer
der Berner zu Trainerin Bea läuft, kommt Jimmy ebenfalls und will sich
seine Streicheleinheiten abholen. Jimmy schaut sich sehr viel von den
anderen Hunden ab.

Bild 7: Jimmy super Tränke

So viel Laufen macht durstig. Jimmy hat die Scheu vor der
"Hundebadewanne" verloren und trinkt zusammen mit Bonzo.

Bild 8: Jimmy läuft mit

Zusammen mit dem Berner Oscar und Trainerin Bea tobt Jimmy über den
Platz. Sehr schön ist auf diesem Bild die direkte Kontaktaufnahme von
Jimmy zu sehen. Gespannt schaut er auf Bea und folgt ihren Bewegungen.

Bild 9: Jimmy im Spiel

Völlig ausgelassen und mit erhobener Rute macht Jimmy erste
Spielaufforderungen. Er folgt ganz unbedarft seinen Gefühlen wie jeder
andere Junghund in seinem Alter auch und freut sich einfach an der
Bewegung. Sein Hundefreund Oscar gibt ihm hierbei die nötige
Sicherheit. Oscar und Jimmy verbringen auch außerhalb des Platzes viel
Zeit miteinander. Oft zeigt Oscar Jimmy den richtigen Weg in den
"alltäglichen" Situationen.

Bild 10: Jimmy Direktkontakt

Vertrauensvoll und sicher kommt Jimmy. Genau wie Bonzo möchte er
gestreichelt und gelobt werden. Jimmy genießt inzwischen die Nähe und
den Schutz von Bea.

Bild 11: 4 Hunde toben

Völlig frei und voller Freude tobt Jimmy mit den Berner Sennenhunden.
Jimmy hat keinerlei Aggressionen anderen Hunden gegenüber, voller
Interesse läuft er hinterher und spielt mit. Die Berner integrieren
den Junghund in ihre Gruppe und bauen sein Selbstwertgefühl dadurch
mit auf.

Bild 12: Jimmy offen rein

Jimmy gehört zur Gruppe - die Berner akzeptieren ihr neues
Gruppenmitglied. Für Jimmy ist es selbstverständlich geworden auf
Zuruf zu Bea zu kommen. Es ist eine Herzensfreude diese Entwicklung zu
beobachten.

Bild 13: Oskar auf Wand

Oskars Ursprung liegt in den Bergen - unschwer zu erkennen, da dieser
übermütige Rüde freiwillig und nur aus Spaß an der Freude die Schrägwand
heraufklettert! Bonzo schaut fassungslos von der Seite!
Irgendwann läuft Jimmy auch die Wand herauf- und herunter, dann
braucht er keine Therapie mehr sondern ist ein völlig normaler und
gesunder Hund geworden!


Nach dieser wunderschönen Spielstunde war Jimmy rechtschaffen müde und
hat sich in sein Körbchen verzogen um sich richtig auszuschlafen.
Gerade jetzt in der Wachstumsphase benötigt er neben ausreichend
Bewegung immer wieder lange Ruhepausen, in denen er sich erholen kann.
Da sein Muskelaufbau in den ersten Lebensmonaten zu kurz kam, nehmen
wir nun viel Rücksicht auf die körperliche Entwicklung. Gerade
Junghunde großer Hunderassen dürfen während der Wachstumsphasen nicht
überfordert werden und benötigen immer wieder Erholungspausen.

Bea und Ernst haben sich eines bewährten Therapiekonzeptes bedient.
Jimmy`s Entwicklung spricht Bände und zeigt beiden Ausbildern, daß sie
von Anbeginn der Therapie den richtigen Weg gewählt haben.

Nachtrag 22.01.2008

Familienzuwachs im Hause Hoff!

Einige Monate sind vergangen und unser Jimmy hat sich sehr gut entwickelt. Noch nicht so sicher wie sein

Bruder - aber der hat ja auch einen ganzen Hof zu bewachen.

Nun denn, Jimmy muß aber auch das Leben im Haus kennenlernen, Staubsauger, Fernseher, Stubenreinheit,

lauter Dinge die noch gar nicht richtig in seinem Leben vorkamen. Darüber nachgedacht hatten wir schon

öfter, aber die Umsetzung ergab sich dann ganz von alleine.

Nach dem Spielen mit Bonzo und Ronja auf dem großen Platz lief Ronja schnurstracks die Treppen nach

oben, Bonzo wie ein geölter Blitz hinterher – oben steht eine Leckerliedose ! – und Jimmy ?

sah keinen Grund nicht auch hinterherzulaufen. Die Tür fand er unheimlich, aber da stand ich schon hinter

ihm, stupste seinen dicken Popo an und ratzfatz war der Jimmy im Flur, um die Ecke bugsiert und staunte

nicht schlecht – er hatte es geschafft und war in der Küche! Zu dritt wurden diverse leckere Dinge verspeist.

Jimmy war sehr aufmerksam, etwas unsicher, aber nicht panisch. Bonzo legte sich auf den Boden und

Jimmy daneben. Fürs erste beließen wir es bei einiger Zeit und Jimmy kam wieder in sein eigenes Domizil.



Beim nächsten Mal ging der Weg durch die Türen schon viel besser und Jimmy lief schnüffelnd durch

die Wohnung. Eigentlich war immer nur die Nase da und der Jimmykörper einige Meter dahiner, so lang

machte er sich. Durch Türen gehen fand er komisch, trotzdem siegte die Neugierde. So dann wurde alles,

aber auch alles abgeschnüffelt. Stühle, Tische, Schränke, Bonzo`s Körbchen, der Fußboden……….. es gab

nichts, das Jimmy nicht beschnüffelte und alles in sich hineinsog. Ernst versuchte vergeblich ihn dabei

zu fotografieren, aber Jimmy war jedesmal schneller im wegdrehen – leider kam kein einziges vernünftiges

Bild zustande. Aber auch diese Nacht kam Jimmy wieder in an seinen eigenen Schlafplatz.



Der eigentliche Umzug fand einige Tage später statt. Jimmy kam wie selbstverständlich mit und alles was

Bonzo tat, tat Jimmy auch. Fortan liegen zwei große Hunde in der Küche – über die ich hinwegsteigen kann.

Es stehen morgens zwei große Jungs vor dem Bett und freuen sich daß endlich jemand aufsteht.

Jimmy wird einfach wie ein normaler Hund behandelt. Klappert es in der Küche, läuft der Geschirrspüler,

fällt mal etwas herunter – kann alles passieren und er zuckt zusammen. Ich beachte es gar nicht.

Jimmy gewöhnt sich so an alle alltäglichen Dinge und Geräusche. Selbst der Staubsauger hat ihn nicht in

Panik versetzt – zwar in große Skepsis – trotzdem kam die dicke Nase und wollte doch mal gucken!

Einzig der Fernseher ist ihm ein Buch mit sieben Siegeln. Ist das Gerät aus – alles o.k. Läuft es, so gibt

es verschiedene Möglichkeiten in Abhängigkeit des Programms: von nicht mehr ins Wohnzimmer kommen

und sich im Esszimmer platzieren bis sich vor das Gerät setzen und aktiv schauen ist alles möglich.

Wird es laut im Krimi – schreitet Kommissar Jimmy ein und schlägt vorsichtshalber schon mal an!



Gestern hatten wir den ersten Disput wegen der sogenannten „Stubenreinheit“: Es wurde geschnüffelt

und geschnüffelt und geschnüffelt ……….. Jimmy hatte mich nicht bemerkt - und dann hebt der große Kerl

doch tatsächlich sein Bein! Ich dachte ich sehe nicht richtig und habe ihn tüchtig ausgeschimpft.

Jimmy bekam den Schreck seines Lebens und war ganz geknickt. Nochmal ab in den Garten - und als er

wiederkam war auch schon alles vergessen. Ich denke er hat sich das gemerkt und weiß nun, das besagte

Pfützen grundsätzlich draußen produziert werden!



Mit unserer Ronja versteht er sich blendend. Wir haben schon den Eindruck die vormals so scheue Hündin

hilft nun Jimmy – beide toben ausgelassen im Garten, laufen an der Hecke und verbellen vorbeigehende

Passanten. Und mit großer Selbstverständlichkeit kommen alle in die Küche um sich ihr Leckerchen zu holen.

Auch wenn wir Menschen nur zwei Hände haben um drei Hunde zu streicheln macht niemand den Eindruck,

daß er zu kurz kommt. Alle schön nacheinander.

Sollten die Jungs sich zu doll bekabbeln weil beide gleichzeitig gestreichelt werden wollen, so stehe ich

auf und mache etwas anderes um sie mir später einzeln zu holen. So habe ich es mit vier Bernern gehalten

und so wird es auch mit diesem Dream Team gehen.



Dieses als kleiner Zwischenbericht über Jimmy`s weiteres Leben. Fotos folgen sobald es geht – wenn die

Sonne scheint und der große gelbe Hund mal einen Moment stehen bleibt!



Fortsetzung folgt !

Verantwortlich für Text und Bild: Bea - Hundeschule Mühbrook